FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Der VfL Holsen will die Saison mit einem Sieg beenden
Bünde (tbv). Nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr schließt der VfL Holsen die Serie in der Fußball-Bezirksliga auf dem Bronzerang ab. Der scheidende VfL-Trainer Michael Hanke sah dabei zum Abschluss einen sicheren 2:0 (2:0)-Sieg gegen den TuS Dielingen, der unter dem Strich noch um ein paar Treffer höher hätte ausfallen können.
Die Holser diktierten das Geschehen auf dem Rasenplatz von Beginn an. Vor allem Michael Wieczorek sprühte zwei Tage nach seinem 30. Geburtstag förmlich vor Spielfreude. In der 15. Minute legte er den Ball für Pascal Siebers auf, der zum 1:0 vollendete. Genau 20 Minuten später profitierte Jan-Henrik Vossenkämper beim zweiten Treffer für den VfL von der schönen Vorarbeit Michael Wieczoreks.
Von den Gästen war während der gesamten ersten Hälfte nicht viel zu sehen. Erst kurz vor der Pause tauchten sie in Person von Karsten Wehrmann einmal nennenswert im Strafraum des VfL auf. Wehrmann brachte dabei Holsens Jan-Frederic Steinke zu Fall – und zum allgemeinen Erstaunen entschied Schiedsrichter Volker Offel aus Dörentrup auf Elfmeter für Dielingen. Aber Marco Hodde nahm das Geschenk nicht an und setzte den Ball hoch über das Tor.
Im zweiten Durchgang beeinträchtigte starker Dauerregen den Spielfluss spürbar. Dennoch blieben die Holser zu jeder Zeit Herr der Lage. Allein Vossenkämper hätte mindestens noch einen Treffer nachlegen müssen. Doch zunächst setzte er den Ball aus spitzem Winkel knapp am leeren Dielinger Gehäuse vorbei, dann schoss er das Leder aus acht Metern nach schönem Querpass von Michael Wieczorek an den linken Innenpfosten.
Schließlich machte es auch Pascal Siebers zweimal frei vor dem TuS-Tor nicht besser, was Hanke letztlich aber egal war: "Ein 2:0 reicht doch auch, obwohl wir sicherlich genug Chancen für noch mehr Tore hatten. Insgesamt hat die Mannschaft aber noch einmal sehr gut gespielt. Ich freue mich über diesen Abschluss – nur der Regen hätte heute nicht sein müssen."
Die Oberhand behalten
Jan-Henrik Vossenkämper (l.) gewann mit dem VfL Holsen 2:0 gegen Dielingen und erzielte dabei den zweiten Treffer. FOTO: JESSICA STRUNCK
02.05.2010
Holsen viel zielstrebiger
Text und Foto: THOMAS VOGELSANG / NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: VfL schlägt den Bünder SV im Stadtderby deutlich mit 4:0
Bünde. Die Frage nach der aktuellen fußballerischen Nummer eins in Bünde wurde am gestrigen Sonntag klar beantwortet. Im Derby gegen den Bünder SV behielt der VfL Holsen in der Fußball-Bezirksliga auch in der Höhe verdient mit 4:0 (2:0) die Oberhand.
Von Beginn an wirkten die Gastgeber präsenter gegen eine BSV-Mannschaft, die sich in der Abwehr grobe Fehler leistete. Bereits in der 3. Minute hatte Jan-Frederic Steinke nach Vorarbeit von Carsten Brinkmann das Führungstor für Holsen auf dem Fuß, doch seinen Schuss aus zehn Metern konnte Manuel Pierri noch leicht abfälschen, so dass er knapp am rechten Pfosten vorbei ins Toraus ging. 180 Sekunden später fiel jedoch schon das 1:0 für den VfL. Erneut hatte sich Brinkmann auf der rechten Seite durchgespielt, diesmal fand seine Hereingabe den freien Pascal Siebers in der Mitte und der schoss aus acht Metern unhaltbar für Bündes Torhüter Domenik Götze ein.
Fortan überließen die Holser ihren Gästen zwar einige Räume im Mittelfeld, der BSV konnte das leichte optische Übergewicht jedoch nicht in zwingende Torchancen ummünzen. Die hatte vor der Pause einzig der viel zielstrebiger agierende VfL. Zunächst klärte Götze bei einem Schuss von Siebers aus spitzem Winkel zur Ecke, dann wurde ein Schuss von Jan-Henrik Vossenkämper im letzten Moment von Mirko Sander abgeblockt und schließlich setzte Siebers das Leder aus sechs Metern über das Tor. So dauerte es bis zur 32. Minute, ehe das nun überfällige 2:0 fiel. Siebers setzte Michael Wieczorek im BSV-Strafraum ein, der aus halbrechter Position flach ins lange Eck e traf.
Die Gäste hatten bis zur Pause noch Glück, dass zweimal Siebers und Steinke weitere gute Gelegenheiten ausließen, um die Partie schon früh zu entscheiden. "Unsere Abwehr schwimmt", musste auch BSV-Trainer Björn Kenter zugeben, der in der Kabine auch noch den verletzten Pierri austauschen musste. Dennoch schien sein Team nach der Pause ein wenig mehr Druck auf das Holser Tor machen zu können. Doch als Marco Pilgrim in der 54. Minute gegen gleich zwei einschussbereite Bünder Angreifer mit einer Glanzparade klärte und im Gegenzug Vossenkämper nach einer schönen Einzelleistung Steinkes aus zehn Metern flach zum 3:0 einschoss, war der Holser Sieg in trockenen Tüchern. Nur vier Minuten später verloren die Gäste auch noch Tim Perlemann nach einem Foulspiel durch eine rote Karte.
"Gegen zehn Bünder haben wir dann ein wenig unsere Kräfte geschont", sagte Holsens Coach Michael Hanke nach dem Spiel. So war das 4:0 durch Vossenkämper, der in der 64. Minute mit einem Freistoß aus gut 25 Metern direkt unter die Latte traf, der letzte Höhepunkt. "Wir haben gut gestanden und wenig zugelassen. Das war eine richtig gute Leistung", lautete Hankes abschließendes Fazit.
Jubel im Regen
Der zweifache Torschütze Jan-Henrik Vossenkämper (r.) nimmt die Gratulation von Simon Kleineweber, Marcel Schulze und Sven-Fabian Fischer (v. l.) entgegen. FOTO: THOMAS VOGELSANG
19.04.2010
Gastgeber nutzen ihre Chancen
Text und Foto: MATTHÄUS BIRO / NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Der VfL Holsen schlägt den TuS Tengern II mit 2:0
Bünde. Die Cleverness gab den Ausschlag: Bei herrlichem Frühlingswetter sahen die Zuschauer am Sportplatz in Holsen eine ausgeglichene Partie zwischen dem heimischen VfL und dem TuS Tengern II in der Fußball-Bezirksliga. Am Ende setzten sich die Holser aufgrund der besseren Chancenverwertung mit 2:0 (1:0) durch.
Nach 20 Minuten des gegenseitigen Abtastens hatten die spielfreudigen Gäste aus Tengern die erste Chance des Spiels. Eine Freistoß-Hereingabe von Nicki Jasinski setze Jannik Hol per Kopf an die Latte. Von nun an entwickelte sich eine muntere Partie, und die Torraumszenen häuften sich. Bei einem schnell vorgetragenen Angriff in der 21. Minute zeigte sich Pascal Siebers kurz vor dem Tor zu eigensinnig. Anstatt den Ball vor dem Tor quer zu spielen, entschied er sich selbst abzuschließen, wurde jedoch im letzten Moment an einem kontrollierten Schuss gehindert. Ein Freistoß von Tobias Behring in der 28. Minute sorgte dann auf der anderen Seite für Gefahr vor dem Tor von VfL-Keeper Marco Pilgrim.
Pascal Kropp kam am zweiten Posten aus nur einem Meter Torentfernung frei zum Schuss, zielte aber genau in die Arme von Pilgrim. Nur zwei Minuten später tankte sich Holsens Stürmer Carsten Brinkmann in den Strafraum der Gäste durch, suchte aber zu deutlich den Kontakt mit einem Gegenspieler, so dass ihm ein Elfmeter zu Recht verwehrt blieb. Kurz vor dem Halbzeitpfiff und damit zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt fiel die Führung für den VfL. Marc Schendzielorz kam bei einem Pass von Raphael Wieczorek einen Schritt vor Gästekeeper Sascha Knicker an den Ball, umspielte diesen und schob sicher zum 1:0 ein.
"In der Pause haben wir uns neu sortiert und wollten in der zweiten Halbzeit besser in der Defensive stehen", war Holsens Trainer Michael Hanke mit der Abwehrleistung seiner Schützlinge nicht vollauf zufrieden. Das gelang seiner Mannschaft bis zur 60. Minute nun sehr gut. Dann hatte Tengern aber innerhalb von fünf Minuten gleich drei hochkarätige Chancen zum Ausgleich. Entweder Pilgrim war im Weg oder es haperte an der Zielgenauigkeit der Gäste. Die Strafe für den TuS II folgte nach einen schnell vorgetragenen Angriff in der 68. Minute. Jan Vossenkämper flankte auf den Kopf von Siebers und der Goalgetter ließ sich die Chance nicht nehmen, um auf 2:0 zu erhöhen. Bis zum Schluss hatten beide Seiten weitere Einschussmöglichkeiten, ein weiteres Tor sollte jedoch nicht mehr fallen. "Wir haben heute sicherlich auch ein wenig glücklich gewonnen, aber wir haben eben die Tore gemacht und Tengern II nicht", fasste Hanke den Unterschied zwischen den beiden Teams treffend zusammen.
Die Matchwinner
Marc Schendzielorz (2. v. l.) und Pascal Siebers (r.) erzielten die Tore beim 2:0-Sieg des VfL Holsen gegen den TuS Tengern II. FOTO: MATTHÄUS BIRO
17.04.2010
Holsen in der Beweispflicht
Text und Foto: THOMAS VOGELSANG / NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Das ist ein schwer einzuschätzender Gegner
Bünde/Kirchlengern. Am Donnerstag schob sich der FC RW Kirchlengern mit einem 3:0-Sieg gegen den TuS Lahde/Quetzen in der Fußball-Bezirksliga auf Rang vier vor. Wenn das Team von Trainer Frank Ihde nun das Spitzentrio noch einmal angreifen will, muss am Sonntag um 15 Uhr ein weiterer Erfolg beim Kreisrivalen SV Löhne-Obernbeck folgen. Von der Papierform her schwerer ist die Auswärtsaufgabe des Bünder SV beim Rangfünften SC Vlotho. Heimrecht hat an diesem Sonntag allein der VfL Holsen, der den TuS Tengern II erwartet.
VfL Holsen – TuS Tengern II. "Das ist ein schwer einzuschätzender Gegner", sagt Holsens Coach Michael Hanke. Tengern II verlor nach der Winterpause beim Schlusslicht Mennighüffen, gewann aber auch gegen Tabellenführer Dützen und am Donnerstag 3:0 beim TuS Petershagen-Ovenstädt. "Mein Team ist jetzt in der Pflicht, nach dem schönen Erfolg zuletzt in Dützen zu beweisen, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Aber es wird ein enges Spiel", sagt Hanke. Durch die Rückkehr der zuletzt verletzt fehlenden Simon Kleineweber, Robin Hanke und Michael Wieczorek in den Kader entspannt sich die Personalsituation beim VfL langsam wieder. Allerdings muss Hanke auf den beruflich verhinderten Jan-Frederic Steinke verzichten. Seine zentrale Abwehrposition wird voraussichtlich Bennet Schröder einnehmen.
SV Löhne-Obernbeck – FC RW Kirchlengern. Mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen haben die Gäste Anschluss zur Spitze gefunden. "Ein weiterer Sieg wäre natürlich grandios. Aber wir denken von Spiel zu Spiel. Anfang Mai sieht man mehr", sagt RWK-Trainer Frank Ihde. Den SVLO sieht er als Team, das in der Tabelle unter Wert dasteht, in der Abwehr aber seine Probleme hat. "Darauf werden wir uns einstellen", sagt Kirchlengerns Coach, der wieder auf Sven Sebastian zurückgreifen kann. Allerdings sind einige Akteure angeschlagen, obwohl sie laut Ihde wohl auflaufen werden.
SC Vlotho – Bünder SV. Wir müssen diesmal über 90 Minuten statt wie in den letzten beiden Spielen nur in der zweiten Hälfte kämpferisch und läuferisch eine gute Leistung zeigen", fordert Bündes Trainer Björn Kenter von seinem Team. In der Offensive erhofft er sich mehr Impulse vom beim 1:5 am Donnerstag in Schötmar fehlenden Sven Rottmann, der wieder zur Verfügung steht. Ansonsten ist der BSV-Kader unverändert.
Auf dem richtigen Weg bleiben
Trainer Michael Hanke (im Hintergrund l.) erwartet von Carsten Brinkmann (r.) und seinen Holser Teamkameraden, dass sie den zuletzt in Dützen errungenen Erfolg am Sonntag gegen den TuS Tengern II bestätigen. FOTO: JESSICA STRUNCK
06.04.2010
Holsen zeigt sich sehr gut erholt
Text und Foto: THOMAS VOGELSANG / NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Der VfL gewinnt gegen den SC Vlotho souverän mit 3:0
Bünde. Die 1:2-Heimniederlage gegen den SV Löhne-Obernbeck am Gründonnerstag hat der VfL Holsen schnell verdaut. Der heimische Fußball-Bezirksligist zeigte sich gestern im Kreisderby gegen den SC Vlotho gut erholt und gewann am Ende auch in der Höhe verdient mit 3:0 (2:0).
Dem Team von Trainer Michael Hanke war anzumerken, dass es die Scharte vom Donnerstag umgehend ausmerzen wollte. Holsen begann druckvoll und hatte in der 8. Minute die erste große Chance zur Führung. Der sehr agile Marc Schendzielorz setzte von der rechten Seite aus Pascal Siebers ein, der jedoch am glänzend reagierenden Alexander Tippel im Vlothoer Tor scheiterte. Zwar kamen die Gäste nach rund einer Viertelstunde etwas besser ins Spiel, doch die gut gestaffelte Holser Hintermannschaft ließ keine echten Chancen des SCV zu. So war ein Schuss von Michèl Wißmann über das Tor zunächst die einzige nennenswerte Offensivaktion der Weserstädter. Die Angriffe der Holser wirkten dagegen wesentlich strukturierter, was sich auch beim schön herausgespielten 1:0 in der 36. Minute zeigte. Rafael Wieczorek setzte von links mit einem schönen Diagonalpass den aufgerückten Schendzielorz ein. Dieser legte mit viel Übersicht zurück auf Carsten Brinkmann, der aus 14 Metern mit einem Flachschuss erfolgreich war.
Im direkten Gegenzug verhinderte Holsens Torhüter Marco Pilgrim nach einem Flachschuss von Waldemar Hopp den umgehenden Ausgleich. Dann war wieder Holsen am Zug. Zunächst traf Jan-Frederic Steinke mit auf das kurze Eck gezirkelten einem Freistoß von rechts nur das Außennetz. Bereits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte setzte Michael Wieczorek nach einem schönen Solo den Ball flach an den rechten Pfosten, den Abpraller verwertete Jan-Henrik Vossenkäper mit einem Direktschuss zum 2:0.
Mit dieser Führung im Rücken spielte Holsen in der zweiten Halbzeit befreit auf. Immer wieder wurde es vor dem Vlothoer Tor gefährlich. Zunächst verpassten jedoch Siebers, Marcel Schulze, Brinkmann, Vossenkämper und Sven-Fabian Fischer gute Gelegenheiten zur höheren Führung. Das überfällige 3:0 fiel schließlich aber doch noch in der 75. Minute. Wieder sorgte Schendzielorz mit einem Sprint von der Mittellinie aus für die Vorarbeit, seinen Pass schloss der links mitgelaufene Siebers mit einem präzisen Flachschuss in die lange Ecke erfolgreich ab. Die Gäste ergaben sich nun in ihr Schicksal, obwohl sie durch einen Schuss von Tobias Rosemeier aus 20 Metern an die Latte in der 82. Minute fast noch zum Ehrentreffer gekommen wären. Zu weiteren gelungenen Aktionen kamen sie nicht mehr. "Wir haben hinten sehr souverän agiert und uns taktisch gegenüber dem SVLO-Spiel um 100 Prozent gesteigert", war Holsens Coach Hanke nach der Partie zufrieden.
Aktivposten
Marc Schendzielorz (l.), war beim 3:0-Sieg seines VfL Holsen, bei dem er zwei Treffer vorbereitete, einer der besten Akteure. Hier enteilt er dem Vlothoer Dietrich Koch. FOTO: STEFAN HAGEBÖKE
02.04.2010
Gegentor in der Schlussminute
Text und Foto: MATTHÄUS BIRO / NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Der VfL Holsen unterliegt dem SV Löhne-Obernbeck 1:2
Bünde. Fußball-Bezirksligist VfL Holsen verlor gestern Abend sein Heimspiel gegen den abstiegsgefährdeten SV Löhne-Obernbeck in letzter Minute mit 1:2 (0:1).
In der Anfangsphase hatten die Gastgeber zunächst zwar etwas mehr Ballbesitz, kamen aber zu keinen zwingenden Aktionen. Lediglich ein Schuss von Carsten Brinkmann nach Flanke von Pascal Siebers, der am SVLO-Tor vorbei ging, sorgte für einen Hauch von Torgefahr. Die Gäste aus Löhne starteten verhalten, wurden aber mutiger, als sie merkten, dass Holsen harmlos blieb. Nach einer halben Stunde profitierte der SVLO fast von einem groben Fehler des Holser Verteidigers Tino Thaus.
Der schob einen Querpass genau auf den gegnerischen Stürmer Arkadiusz Nowicki , der aber aus spitzem Winkel vorbei schoss. Sechs Minuten später fiel das 0:1, als Eugen Bellon einen von Wladimir Wingert getretenen Freistoß per Kopf über VfL-Torhüter Marco Pilgrim ins Netz verlängerte. Nur zwei Minuten später verhinderte Pilgrim das zweite Gästetor, als er einen Schuss von Wingert auf das kurze Eck nach Doppelpass mit Nowicki zur Ecke lenkte. "Wir lassen immer mehr nach", schimpfte Holsens Trainer Michael Hanke, der seinem Team in der Halbzeitpause mächtig die Leviten gelesen haben musste. Nun agierte der VfL druckvoll und mit Biss in den Zweikämpfen. Das zahlte sich prompt aus: In der 51. Minute schob Thaus den Ball nach Freistoß von Jan-Frederic Steinke am langen Pfosten stehend zum 1:1 ein. Sieben Minuten später fasste sich Marc Schendzielorz aus knapp 30 Metern ein Herz und traf mit seinem Schuss den Außenpfosten.
Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den Holsen in der Schlussphase in Überzahl bestritt. Löhnes Arne Goeßling sah in der 71. Minute nach einer vermeintlichem Schwalbe im Holser Strafraum gelb-rot. Dennoch spielte der Gast mutig weiter nach vorne. Und in der 90. Minute gelang dem SVLO tatsächlich noch das Siegtor. Nachdem Holsens Keeper Pilgrim zuvor noch zweimal hervorragend gegen Kai Wegener und Dimitri Wiebe hatte klären können, war er bei Lukasz Grzegorczyks Schuss nach einer Ecke von Wiebe machtlos.
Unglücklich agiert
Jan-Henrik Vossenkämper (l.) und der VfL Holsen verloren gegen den SV Löhne-Obernbeck mit 1:2. FOTO: MATTHÄUS BIRO
20.03.2010
Holsen vor erstem Punktspiel
Text und Foto: NW DIRK KRÖGER / EVA-LOTTE HEINE
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Bünder SV und Kirchlengern reisen
Bünde/Kirchlengern. Während der Bünder SV vor Wochenfrist bereits gegen den TuS Dielingen antrat (und 2:0 gewann), stehen für die Fußball-Bezirksligisten VfL Holsen und RW Kirchlengern am Sonntag die ersten Punktspiele des Jahres 2010 an. Heimrecht genießt dabei nur der VfL Holsen, der seinen Namensvettern aus Mennighüffen erwartet.
VfL Holsen – VfL Mennighüffen. Würde es nur nach den Vorbereitungsspielen gehen, dann wäre die Elf von Trainer Michael Hanke Tabellenführer, denn in freundschaftlichen Vergleichen gab es für Holsen bislang in diesem Jahr bei fünf Siegen nur eine Niederlage. "Das zählt jetzt aber alles nicht mehr", sagt der Trainer, der Respekt vor dem Tabellenletzten aus Mennighüffen bekundet: "Die sind nicht so schlecht wie der Tabellenstand, das wird ein enges Spiel", kündigt er an. Allerdings ist Hanke auch so selbstbewusst, dass er einen Sieg von seinen Schützlingen verlangt.
"Die Mannschaft hat gut trainiert und sich in der Winterpause weiter entwickelt, da müssen wir gerade auf eigenem Kunstrasen die drei Punkte holen", sagt Hanke. Die größten Vorteile für Mennighüffen sind, dass die Mannschaft nach der Winterpause schon drei Meisterschaftsspiele bestritt und zudem als abgeschlagener Tabellenletzter nichts mehr zu verlieren hat, dementsprechend locker ins Kreisderby hinein gehen kann. Immerhin halten sich beim Gastgeber die Personalprobleme im Rahmen: Nur Trainersohn Robin Hanke und Malte Kopp fallen jeweils mit Oberschenkelproblemen aus, alle anderen Spieler des Kaders stehen dagegen am Sonntag zur Verfügung. Und mit ihnen will Holsen einen weiteren Schritt weg von der Abstiegszone tun.
FT Dützen – RW Kirchlengern. 4:1 gegen den SC Vlotho. So lautete das letzte Ergebnis der Rot-Weißen in einem Punktspiel. Dieses Spiel allerdings liegt mittlerweile mehr als drei Monate zurück. "Ich nehme den positiven Eindruck aus diesem Spiel mit", sagt RWK-Trainer Frank Ihde dennoch. Was bleibt ihm auch anderes übrig? In der Zwischenzeit nämlich bestritt Kirchlengern nur ein Freundschaftsspiel (5:1 gegen VfL Mennighüffen II) – aber auch das liegt inzwischen schon drei Wochen zurück. "Wir müssen eben gleich von null auf hundert starten", sagt Ihde vor dem Gastspiel beim Spitzenreiter, vor dem er keine Angst hat, denn: "Wir müssen uns auch da nicht verstecken, auch Dützen ist nicht im Rhythmus!" Während Tomas Franke mit einer Leistenzerrung ausfällt und Marcel Thelen nicht mehr für die Rot-Weißen spielt, stehen Christian Trampe und Adam Franke wieder in der Mannschaft. Und mit Marcel Nehls bekam Kirchlengern in der Winterpause auch noch einen starken Abwehrspieler hinzu.
SV Löhne-Obernbeck – Bünder SV. Die Kenter-Elf legte vor Wochenfrist mit ihrem 2:0-Sieg gegen Dielingen einen guten Start ins Jahr 2010 hin. "Jetzt wollen wir nachlegen und uns eine gute Ausgangsposition verschaffen!", sagt der Bünder Trainer, der davon ausgeht, am Sonntag mit seinem Team auf der Asche am Brückenhaus antreten zu müssen. Und weil es vor Wochenfrist so gut lief, will Kenter nach Möglichkeit die zuletzt siegreiche Mannschaft nicht verändern. Offen ist allerdings noch, ob Tim Perlemann (möglicherweise aus beruflichen Gründen verhindert) zur Verfügung steht. Dafür aber sind David Grohmann und Philipp Trompeter wieder da. "Obernbeck muss eigentlich gewinnen", weiß Kenter darum, dass der morgige Gastgeber unter Zugzwang steht. Der Bünder Coach erinnert sich daran, dass seine Mannschaft das Hinspiel nur mit Glück 3:2 gewann und folgert daraus: "Das wird ein hartes Stück Arbeit!"
Aufgepasst
Holsens Bennet Schröder (l.) versucht hier Koray Celik (VfL Herford) zu bremsen. Auch im Heimspiel gegen den VfL Mennighüffen müssen die Holser aufpassen, dass sie ihrem Gast nicht ins offene Messer laufen. FOTO: EVA-LOTTE HEINE
15.03.2010
Trauer um echten Sportsmann
Text und Foto: NW
VfL Holsen: Gerhard Beinke im Alter von 88 Jahren gestorben
Bünde-Holsen (NW). Plötzlich und völlig unerwartet - verstarb am vergangenen Donnerstagabend Gerhard Beinke, langjähriges Vereinsmitglied des VfL Holsen.
"Trotz seiner 88 Jahre war er nach einer schweren OP vor einigen Jahren wieder fit und frohen Mutes. Mit dem Tod von Gerhard Beinke verliert der VfL Holsen eines seiner wichtigsten Vereinsmitglieder", so die Mitglieder. Erst auf der Jahresversammlung am 26. Februar hatte sich Gerhard Beinke als Sozialwart wiederwählen lassen und versprach, bis zu seinem 90. Geburtstag das Amt auszuführen, das er seit 45 Jahren ausübte.
Davor war er viele Jahre 2. Vorsitzender und Geschäftsführer in einer Person gewesen. 1921 in Holsen geboren, begann Gerhard Beinke mit 13 Jahren Fußball zu spielen. Nach dem Kriege - als auch beim VfL wieder der Lederball rollte - war er Spieler der 1. Mannschaft und wurde als "eisenharter Verteidiger" bekannt.
Nach seiner aktiven Karriere übernahm er die Vorstandsarbeit. Ab 1965 übte er den Posten des Sozialwartes aus. Für die im vergangenen Jahrzehnt vorgenommenen Bauvorhaben wie den Innenumbau des Sportlerheimes, dann den Neubau des Kassenhauses und zuletzt den Anbau 1995/ 96 des zweiten Bauabschnittes des VfL Sportlerheimes war er als Bauarchitekt für all diese Projekte verantwortlich. Er war jeden Sonntag auf dem Sportplatz und fuhr noch zu jedem Auswärtsspiel der 1. Mannschaft.
"Er nahm an allen Veranstaltungen seines Vereins teil und war noch jeden Freitag mit Gleichgesinnten für zwei Stunden im Klubhaus, um beim Gläschen Bier zu fachsimpeln", erinnert sich das langjährige Vorstandsmitglied Karl-Heinz Eckert. "Seine unnachahmliche, freundliche Art mit Menschen umzugehen war sein Markenzeichen. Alle diese Attribute werden uns nun fehlen." Sein VfL sei sein"Ein und Alles"gewesen und seine vielen Freunde, vor allem die Gemeinschaft der älteren VfLer, denen er seit 13 Jahren angehörte, seien unendlich traurig, einen großartigen Weggefährten verloren zu haben. "Der Vorstand und die große VfL-Familie verneigen sich vor diesem großen Sportsmann. Sein Leben und Wirken wird unvergessen bleiben. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren", so Eckert. Der Vorstand des VfL Holsen bittet seine Mitglieder an der am Mittwoch, 17. März, um 13 Uhr in der Holser Friedhofskapelle stattfindenden Trauerfeier und Beisetzung teilzunehmen.
Gerhard Beinke war langjähriges Mitglied des VfL Holsen
Liebte Fußball. Foto: NW
02.03.2010
Jahreshauptversammlung 2010
Text und Foto: YVONNE GOTTSCHLICH - NW
VfL Holsen: Vorstand des VfL Holsen auf Jahreshauptversammlung nur leicht verändert
Bünde. Überraschungen blieben bei der Jahreshauptversammlung des VfL Holsen aus. Im Vorfeld wurde viel über einen Rückzug des Vorstandes spekuliert, bereits seit November redete man über Nachfolger. Damals gab es eine außerordentliche Versammlung, wonach der Vorsitzende Frank Müller angesichts seiner Rücktrittsgedanken auch Kritik einstecken musste. "Ich habe damals viel Unmut geerntet", bekannte er auf der Mitgliederversammlung am Freitag im Sportlerheim freimütig.
Einen Nachfolger für den Posten an der Spitze des Klubs aus dem Bünder Westen fand Müller nicht. Der alte und neue Vorsitzende heißt entsprechend Frank Müller. "Ich mache noch ein Jahr weiter, weil ich den Verein nicht im Stich lassen kann und will", sagte er mit entschlossener Stimme. Die meisten personellen Entscheidungen hatte der Holser Vorstand bereits im Vorfeld geklärt. Dass Verwaltungs-Geschäftsführer Karl-Heinz Eckert nach 45 Jahren Mitarbeit ausschied, war lange bekannt. Er bekam vom Führungsteam einen Präsentkorb und eine Urkunde. Die anwesenden Vereinsmitglieder zollten Respekt, Anerkennung und dankten Eckert für seinen Einsatz mit stehenden Ovationen, Eckert war gerührt. Sein Nachfolger ist Michael Schmidt, der einstimmig gewählt wurde. Der zweite neue Mann im Vorstand ist Marcel Kleimann, der Maik Rotenberger als Geschäftsführer Sport ablöst. Juan Alvarez (2. Vorsitzender) und Susanne Rutenkröger (Schriftführerin) machen wie Müller noch ein Jahr weiter. Hauptkassiererin Elke Vogtländer wurde für zwei Jahre gewählt. In allen Fällen war das Votum der Mitglieder einstimmig. Jugendobmann Maik Depke wurde schon beim Jugendtag im Amt bestätigt. Kassenprüfer bleibt Reinhard Franz, Klaus Hesse ersetzt Gerd Lümkemann. Gerd Beinke bleibt weiterhin Sozialwart.
Bei den Berichten aus den Abteilungen hatten alle Redner nur Positives zu bereichten. Frank Müller nannte 2009 das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte. "Wir haben bei den Fußballern zwei Aufstiege bejubelt und sind dazu zweimal Vizemeister geworden. Die Frauen spielen in der Landesliga, das Jahr war einfach erfolgreich." Auch an die zahlreichen Events erinnerte er sich gern. Kassenwartin Elke Vogtländer präsentierte schwarze Zahlen. Karl-Heinz Eckert mahnte aber zum Sparen: "Auf die Vereine wird grundsätzlich eine finanzielle Mehrbelastung zukommen." Susanne Rutenkröger freute sich über die positive Resonanz aus den Breitensportabteilungen. Die Läufer um Abteilungsleiterin Regina Hesse haben als nächsten Höhepunkt den Lauf zur Partnerstadt Leisnig im Auge.
Abschließend gab es noch zwei Anträge zur Satzungsänderung. Um auch in Zukunft finanziell abgesichert zu sein und das qualitativ gute Angebot weiter halten zu können, sollen die aktiven Fußballer und Fußballerinnen jährlich zwölf Euro mehr Beitrag zahlen. Nach kurzer Diskussion wurde dem zugestimmt. Die zweite Änderung betraf den so genannten Ehrenamtsfreibetrag. "Darin soll zukünftig stehen, dass ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter auch entlohnt werden dürfen. Das ist bis jetzt nicht zulässig", erklärte Susanne Rutenkröger. Einstimmig wurde beschlossen, dass zukünftig Ehrenamtliche eine angemessene Vergütung - nicht mehr als 500 Euro jährlich - bekommen können, sofern es die Haushaltslage zulässt.
Ausgezeichnet
Heinz Hartwig (l.), der 15 Jahre lang den Rückenschulenkurs beim VfL leitete, und der neue Ehrenvorsitzende Karl-Heinz Eckert (r.) wurden vom Holser Vorsitzenden Frank Müller geehrt. Foto: YVONNE GOTTSCHLICH
01.03.2010
Torlos und trostlos
Text und Foto: YVONNE GOTTSCHLICH - NW
FUSSBALL-LANDESLIGA: Frauen aus Holsen und Vlotho trennen sich 0:0
Bünde (goy). So trostlos wie das Wetter war auch das erste Rückrundenspiel der Fußball- Landesliga zwischen den Frauen des VfL Holsen und dem SC Vlotho. Das Kreisderby endete 0:0. Beiden Teams war anzumerken, dass sie bei dem stürmischen Wetter keine fußballerische Feinkost anbieten konnten und wollten. Der stürmische Wind bestimmte zumeist die Richtung des Balles.
Vlotho kam besser ins Spiel und setzte die Holser Abwehr ein ums andere mal unter Druck. VfL-Torhüterin Hinze war gefordert und zeigte sich stets auf dem Posten. Vor dem anderen Tor passierte erst einmal wenig, weil Holsens Angriffe zu durchsichtig waren und die Stürmerinnen wenig Bälle bekamen. Wenn doch etwas nach vorne ging, war es zu ungenau, so dass Vlothos Abwehrreihe kaum Probleme hatte. Einzig Stephanie Grannemanns Schuss flog knapp am Tor vorbei (22.).
In der zweiten Halbzeit hatte der Gastgeber dann Glück, dass ein Freistoß von Sarah Niemeier nur an die Latte des Holser Tores klatschte. Vlotho hatte ein Übergewicht und zeigte auch die bessere Spielanlage. Erst ab der 70. Minute kam der VfL nochmal auf, befreite sich aus der eigenen Hälfte, aber Chancen resultierten daraus auch nicht mehr. Die neu formierte VfL-Abwehr stand über 90 Minuten sicher, nur im Sturm haperte es. Am Ende konnte sich der VfL über den Punkt freuen.
Holsens Coach Marcel Ta war mit der ersten Halbzeit unzufrieden: "Wir waren die ersten 20 Minuten nicht hellwach und standen daher unter Druck. Bei den Bedingungen war nicht viel möglich. Das Ergebnis geht für uns in Ordnung. Ich denke, beide Teams können damit leben."
Holsens Stürmerin Birte Niehaus (Mitte) hat es hier mit zwei Vlothoer Gegnerinnen zu tun. Foto: YVONNE GOTTSCHLICH
18.12.2009
Ein Kreis schließt sich
Text und Foto: THOMAS VOGELSANG - NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Uwe Eberhardt wird neuer Trainer des VfL Holsen
Bünde. Der VfL Holsen hat die Nachfolge des am Saisonende ausscheidenden Trainers Michael Hanke schnell geregelt. Gestern stellte der Fußball-Bezirksligist Uwe Eberhardt als neuen Coach ab der kommenden Saison vor. Der Vertrag mit dem 54-jährigen Herforder wurde dabei gleich für zwei Jahre geschlossen.
"Wir setzen weiter auf Kontinuität und Nachhaltigkeit", betonte der Holser Vorsitzende Frank Müller. Nachdem Hanke den Verein bereits vor einiger Zeit über seinen Entschluss informiert hatte, erstellte der VfL-Vorstand ein Anforderungsprofil für den neuen Trainer. "Bereits jetzt hat der Großteil der Mannschaft auch schon für die nächste Saison bei uns zugesagt. Außerdem liegt einer unserer Schwerpunkte weiterhin klar auf dem Einbau von jungen Spielern ins Team. Uwe Eberhardt ist da genau der richtige Mann, denn er hat sowohl im Senioren- als auch im Jugendbereich schon erfolgreich gearbeitet", sagte Müller weiter.
Der neue Trainer kennt auch den Verein im Bünder Westen gut. Vor rund 25 Jahren erlebte er dort als Spielertrainer seine erste Station in der sportlichen Verantwortung, wobei er seinerzeit auch Frank Müller als Spieler in seinem Kader hatte. "Für mich schließt sich also hier ein Kreis. Ich kenne sogar noch die Schleichwege zum Platz von früher. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der VfL meine letzte Station als Trainer sein wird. Allerdings möchte ich hier zunächst noch ein paar Jahre arbeiten und habe nicht nur ein gutes Gefühl, sondern bin mir absolut sicher, dass es in Holsen gelingt, auf längere Sicht guten Fußball in attraktiven Ligen zu bieten", sagt Eberhardt.
Als erstes will Eberhardt nun den Kontakt zu Hanke suchen, damit der Stabwechsel im Sommer so reibungslos wie möglich abläuft. Die Verdienste Hankes in den vergangenen acht Jahren strich auch noch einmal Holsens 2. Vorsitzender Juan Alvarez heraus. "Michael hat sich nicht nur zu 100, sondern immer zu 120 Prozent für den Klub eingesetzt. Er war über all die Jahre nicht nur Trainer, sondern auch ein echter Freund. Wir mussten seinen Entschluss akzeptieren, werden aber sicher dafür sorgen, dass er hier den würdigen Abschluss bekommt, den er verdient hat."
Schließlich gaben Alvarez und Marcel Kleimann vom VfL-Vorstand auch noch einen Trainerwechsel bei der 3. Mannschaft in der Kreisliga B bekannt. Dort löst Jörg Siekmann (32) zur Rückrunde Frank Hermann ab, der aus privaten Gründen kürzer treten möchte.
Den VfL hoch halten
Der künftige Trainer Uwe Eberhardt (Mitte) wird von den Holser Vorständlern Marcel Kleimann, Juan Alvarez, Frank Müller und Karl-Heinz Eckert (v. l.) flankiert. Foto: THOMAS VOGELSANG
16.12.2009
Michael Hanke geht am Saisonende
Text und Foto: THOMAS VOGELSANG - NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Holsens Trainer verabschiedet sich
Bünde. Beim Fußball-Bezirksligisten VfL Holsen geht eine Ära zuende. Am Ende der laufenden Saison wird Michael Hanke als Trainer aufhören, nachdem er acht Jahre lang im Bünder Westen tätig war.
"Ich habe mich nach mehrwöchiger Überlegung entschlosen, nicht weiter zu machen", sagte der 49-Jährige, "ich möchte mir jetzt erst einmal die Zeit nehmen durchzuatmen und werde sicher mindestens ein Jahr Pause machen", ließ er zudem durchblicken, dass es kein Kontakt zu einem anderen Verein war, der ihn zu diesem Schritt bewogen hat.
Der VfL Holsen erlebte unter Trainer Hanke eine der erfolgreichsten Zeiten seiner Vereinsgeschichte. Der Coach übernahm den Klub in der Kreisliga A, schaffte im vierten Jahr dort den Aufstieg in die Bezirksliga und etablierte den VfL schnell auch in dieser Klasse. Am Ende der vergangenen Saison verpassten die Holser nur knapp den Aufstieg in die Landesliga. In der aktuellen Hinrunde waren die Leistungen der Holser durchwachsen. Dies sei aber kein Grund für seinen Entschluss gewesen, betonte Hanke. "Es ist sicher nicht optimal gelaufen, aber von Seiten des Vorstandes ist meine Arbeit nie in Frage gestellt worden. Auch in den voran gegangenen Serien war meistens die Rückrunde besser als die Hinrunde. Daran wollen wir auch in dieser Saison noch arbeiten. Ich bin jedenfalls voll motiviert und möchte mit der Mannschaft mindestens unter die ersten Sieben kommen. Das wäre ein schöner Abschluss meiner Arbeit hier."
Die Zukunft des VfL Holsen sieht Michael Hanke ohnehin positiv. "Die Mannschaft ist in sich gefestigt. Und es gibt nur sehr wenige Klubs in unserem Bereich, die ein derartig intaktes Umfeld bieten - personell wie strukturell. Deshalb werde ich sicher auch mit einem weinenden Auge gehen. Aber ich glaube, auch der Verein braucht nach acht Jahren wieder einmal einen neuen Impuls. Schließlich sollen die Leute in Holsen auch in ein paar Jahren noch sagen: Mit Michael Hanke hatten wir hier auch eine schöne Zeit."
Verlässt Holsen
Michael Hanke. Foto: THOMAS VOGELSANG
16.11.2009
Gäste lassen beste Gelegenheiten aus
Text und Foto: MATTHÄUS BIRO - NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Glückliches 1:1 für den Bünder SV im Ortsderby gegen den VfL Holsen
Bünde. Da staunten alle Anwesenden nicht schlecht, als Michael Wieczorek im Fußball-Bezirksligaspiel seines VfL Holsen beim Bünder SV in der 71. Minute den Ball nicht zum 2:1 über die Linie bringen konnte. Auch weitere Holser Großchancen blieben ungenutzt und so trennten sich beide Mannschaften in einem kurzweiligen Bünder Ortsderby 1:1 (0:0)-Unentschieden.
"Es gibt Unentschieden, da ärgert man sich über verschenkte Punkte und es gibt welche, da begreift man nicht, wie man zu dem einen Punkt gekommen ist", wusste auch BSV-Trainer Björn Kenter, dass es durchaus ein schmeichelhaftes Remis für die Hausherren war. Vor allem in der ersten Spielhälfte hätten Pascal Siebers und Jan-Henrik Vossenkämper eine beruhigende Führung für die Gäste herausschießen müssen. Doch die beiden Stürmer des VfL schafften das Kunststück, in der 31. (Vossenkämper), 38. (Siebers) und 45. Minute (Siebers legt quer auf Vossenkämper) allein vor BSV-Torwart Domenik Götze aufzutauchen und alle drei Schüsse unbedrängt neben das Tor zu setzen. Weitere Chancen ergaben sich auf beiden Seiten, bleiben jedoch ebenfalls ungenutzt. So hatte auch der BSV durch Angreifer Sven Rottmann in der 29. Minute nach Flanke von Marc Bredenkötter die Führung auf dem Fuß. Für den bereits geschlagenen Gästekeeper Marco Pilgrim rettete Marc Schendzielorz auf der Linie.
"Ich hätte am liebsten keine Halbzeitansprache gehalten, denn bis auf die Torausbeute war ich mit unserem Spiel zufrieden", sagte VfL-Trainer Michael Hanke direkt nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit. Nur eine Minute später sorgte Siebers dann aber doch für die hochverdiente und längst überfällige 1:0-Führung der Gäste, als er einen Pass von Simon Kleineweber mit dem Rücken zum Tor annahm und aus der Drehung abschloss. Aus unerfindlichen Gründen stellten die Holser danach das Fußballspielen für zehn Minuten ein und wurden promt bestraft. Einen Freistoß von der Außenlinie brachte Bredenkötter direkt vor das Tor. Marc Lehmann schaltete am schnellsten und beförderte ihn per Hacke in der 52. Minute zum 1:1 ins Tor. Nun wurde das Spiel noch munterer. Auch der BSV kam jetzt gefährlich vor das Tor der Gäste, ohne jedoch zu hochkarätigen Chancen zu kommen. Anders auf der anderen Seite. In der 71. Minute tankte sich Siebers über rechts in den Strafraum durch und schaffte es mit Glück und Geschick, den Ball quer auf den völlig frei vor dem Tor lauernden Wieczorek zu spielen. Dieser schoss den Ball nicht nur aus zwei Metern zunächst an die Unterkante der Latte, von wo aus das Leder wieder zu ihm zurück prallte, sondern er schaffte es anschließend auch noch, sich quasi selbst auszuspielen und den Ball neben das Tor zu setzen.
Während die meisten Anwesenden nicht schlecht staunten, konnte Hanke sich ein bitteres Lachen über das Unvermögen seiner Kicker im Auslassen von Großchancen nun nicht mehr verkneifen. Da sich auch in der Folge kein Akteur mehr fand, der den Ball im Tor unterbringen konnte, blieb es bis zum Ende der unterhaltsamen Partie beim 1:1. "Ich kann meinem Team eigentlich keinen Vorwurf machen. Es hat toll gespielt. Der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, dass wir nur mit einem Punkt nach Hause fahren", lautete das Fazit Hankes. BSV-Coach Kenter war wegen der vielen HolserGroßchancen und der Leistungssteigerung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit zufrieden mit dem Ausgang des Derbys.
Regenschlacht
Während die Zuschauer im Hintergrund ihre Schirme aufgespannt haben, ist Holsens Jan-Hendrik Vossenkämper vor den Bündern Manuel Pierri, Tolga Süme und Tim Perlemann (v. l.) am Ball. Foto: MATTHÄUS BIRO
09.11.2009
Gute erste Hälfte reicht zum Sieg
Text und Foto: THOMAS VOGELSANG / JESSICA STRUNCK - NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Der VfL Holsen schlägt den SV Kutenhausen-Todtenhausen mit 3:1
Bünde. Der VfL Holsen hat in der Fußball-Bezirksliga den Anschluss an den oberen Tabellenbereich herstellen können. Dank eines vor allem aufgrund einer guten ersten Hälfte verdienten 3:1 (2:0)-Erfolges gegen den SV Kutenhausen-Todtenhausen hat die Mannschaft von Trainer Michael Hanke als Siebter der Tabelle nun nur noch zwei Punkte Rückstand auf den dritten Rang.
Die Holser begannen das Spiel engagiert und fanden über die Mehrzahl der gewonnenen Zweikämpfe auch früh zu spielerischer Sicherheit. Bereits in der 11. Minute fiel das Führungstor für die Gastgeber nach einer wunderschönen Kombination über die linke Seite. Pascal Siebers und Bennet Schröder hebelten per Doppelpass die SVKT-Abwehr aus, im Strafraum umspielte Siebers auch noch einen Gegenspieler und schoss aus der Drehung halbhoch zum 1:0 ein. "In dieser Situation hat man gesehen, was wir fußballerisch können", freute sich Hanke. Acht Minuten später scheiterte Siebers aus spitzem Winkel an Gästekeeper Konstantin Litau, ehe sich der Kapitän der Hausherren kurz darauf verletzte. Nachdem er einen langen Ball an der Außenlinie geschlagen hatte, knickte er ohne gegnerische Einwirkung um, musste längere Zeit behandelt werden und konnte im zweiten Durchgang schließlich nicht mehr mitwirken.
Siebers’ Handicap und späterer Ausfall machten sich im Spiel der Gastgeber fortan negativ bemerkbar. "Insgesamt haben wir uns im Angriff nicht mehr gut genug bewegt und auch nicht mehr konsequent genug nach vorne gespielt", sah Hanke vor allem im zweiten Durchgang einige Defizite. In der 32. Minute hatten er und der Holser Anhang jedoch zunächst das 2:0 bejubeln können. Nach einem Foul am aufgerückten Marc Schendzielorz trat Jan-Frederik Steinke zum Freistoß an und war aus rund 20 Metern mit einem Schuss ins linke Eck erfolgreich. Nach der Pause verwalteten die Gastgeber die scheinbar sichere Führung zunächst unspektakulär. Gegen die sichere Abwehr des VfL fiel dem nun optisch überlegenen SVKT nicht viel ein. Die Holser selbst kamen erst in der 69. Minute wieder einmal vor das gegnerische Tor, als Robin Hanke einen Schuss aus halbrechter Position vorbei setzte.
Quasi aus dem Nichts wurde es noch einmal spannend. In der 77. Minute nutzte Kutenhausens Artur Derksen einen Holser Abspielfehler zu einer Flanke auf Peter Pütz, der per Kopfball das Anschlusstor markierte. In der recht hektischen Schlussphase mühten sich die Gäste allerdings weiterhin vergeblich, halbwegs klare Torchancen zu bekommen. Die lang vor das Tor geschlagenen Bälle waren für Marco Pilgrim im VfL-Tor kein Problem. In der Nachspielzeit brachte ein Konter dann die Entscheidung. Carsten Brinkmann setzte sich mit einer Einzelleistung im Strafraum durch und besorgte mit einem Schlenzer ins rechte Ecke den 3:1-Endstand.
Schneller sein als der Gegner
Die Holser Bennet Schröder, Sebastian Lehmann, Robin Hanke, Torschütze Pascal Siebers und Jan-Hendrik Vossenkämper bejubeln das 1:0, das den 3:1-Erfolg gegen die SV Kutenhausen-Todtenhausen einleitete. Foto: JESSICA STRUNCK
17.10.2009
Holsen sucht alte Heimstärke
Text und Foto: THOMAS VOGELSANG / MATTHÄUS BIRO - NW
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Bünder SV und RW Kirchlengern reisen zu Kellerkindern
Bünde/Kirchlengern. Der in den vergangenen Jahren so heimstarke VfL Holsen hat in der laufenden Saison der Fußball-Bezirksliga erst ein Heimspiel gewonnen. Diese magere Bilanz soll am Sonntag aufgebessert werden, wenn um 15 Uhr Landesliga-Absteiger FT Dützen seine Visitenkarte in Holsen abgibt. Der Bünder SV (bei Schlusslicht VfL Mennighüffen) und der FC RW Kirchlengern (beim Drittletzten TuS Dielingen) treten bei abstiegsgefährdeten Gegnern an. Der VfL Klosterbauerschaft ist an diesem Wochenende spielfrei.
VfL Holsen - FT Dützen. Die Gäste aus Minden haben als Siebter der Tabelle zwei Punkte mehr auf dem Konto als der VfL. "Diese Partie wird zeigen, wohin unser Weg in den nächsten Wochen geht", sagt Holsens Trainer Michael Hanke. Grundsätzlich ist ihm nach der guten Leistung seiner Mannschaft in Vlotho aber nicht bange. "Das Team hat sich in den letzten Wochen gesteigert und ist auf einem guten Weg. Wir müssen aber unsere Chancen besser nutzen, wobei die Quote unserer beiden Stürmer Pascal Siebers und Jan-Hendrik Vossenkämper durchaus in Ordnung ist. Aber aus dem offensiven Mittelfeld und auch aus den anderen Mannschaftsteilen kommt da insgesamt noch zu wenig", sagt Hanke, der seine Elf gegen die Freien Turner, die immerhin schon 20 Tore erzielt haben, jedoch auch nicht zu offensiv ausrichten will. Wieder ins Team rücken die zuletzt verletzt fehlenden Michael Wieczorek und Torhüter Marco Pilgrim. Dagegen fallen Rafael Wieczorek (Zerrung) und Julian Albrecht (Urlaub) aus.
Schneller sein als der Gegner
Holsens Sebastian Lehmann (l.) schlägt den Ball vor einem heranstürmenden Angreifer weg. Sein VfL strebt am Sonntag gegen die FT Dützen den zweiten Heimsieg der Saison an. Foto: MATTHÄUS BIRO
21.09.2009
Pflichtsieg lässt Holser ruhiger schlafen
Text und Foto: Sebastian Picht / Westfalenblatt
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Hanke-Team schlägt den TuS Lahde/Quetzen ohne Glanz mit 4:1 (2:0)
Bünde (BZ). Nur die drei Punkte zählen. Und nichts anderes. Der VfL Holsen hat sich mit einem 4:1 (2:0)-Sieg gegen den TuS Lahde/Quetzen aus der Krise befreit. Eine Glanzleistung lieferte die Mannschaft von Trainer Michael Hanke im Kellerduell allerdings nicht ab.
»Das ist doch nicht Bezirksliga«, murmelte Michael Hanke an der Seitenlinie. Mit der Qualität des Spiels war der Trainer überhaupt nicht einverstanden. Zudem verpasste es Holsen, etwas fürs Selbstvertrauen zu tun. Der Sieg war zwar nie wirklich in Gefahr, aber eben auch nicht überzeugend. »Wenn man gegen Lahde erstmal zwei, drei Tore schießt, kannst du auch acht machen«, sagte Hanke. Das versäumte seine Mannschaft. Lahde/Quetzen gehörte die erste Viertelstunde, danach kam Holsen. Zunächst schoss Pascal Siebers den Ball allerdings in die Arme von Dirk Dransfeld, dann vergab Michael Wieczorek vollkommen freistehend und schoss vier Meter übers leere Tor. »Das war wie ein Elfmeter«, sagte Hanke. Stattdessen musste sich seine Mannschaft noch gedulden. In der 41. Minute scheiterte erneut Siebers nach einer Flanke von Jan Kötter. Wenig später aber doch die Führung: Siebers ließ mehrere Gegenspieler aussteigen und Jan-Hendrik Vossenkämper vollstreckte zum 1:0. Auf der Gegenseite hatte Ramsi Mejri den Ausgleich auf dem Fuß, doch er scheiterte an Placke und das zweite Tor fiel noch vor der Pause für Holsen. Nach einem Alleingang von Siebers kam Torwart Dransfeld herausgelaufen und Siebers musste nur noch ins leere Tor einschieben (45.). »Der Zeitpunkt der Tore hat uns natürlich in die Karten gespielt«, sagte Hanke.
Wie schon in der Vorwoche beim 0:8 in Kirchlengern drohte Lahde ein Debakel. Denn nur drei Minuten nach Wiederanpfiff tankte sich Vossenkämper zur Grundlinie durch, flankte und Siebers köpfte am langen Pfosten aus kurzer Distanz zum 3:0 ein. Der Holser Sturm harmonierte gestern. »Ohne Leidenschaft, ohne alles«, fluchte dagegen Lahdes Trainer Burkhard Meyn an der Seitenlinie. Kaum hatte er es ausgesprochen, keimte Hoffnung auf. Mejri erzielte mit einem Schuss aus der Mitte den 1:3-Anschlusstreffer (55). »Wir bauen den Gegner unnötig auf«, sagte Hanke. Holsen begann zu Wanken, hatte aber immer wieder gute Konterchancen. »Als Michael Wieczorek und Steinke die Libero-Position getauscht haben, lief es bei uns nicht mehr ganz so gut«, sagte Hanke. Die langen Bälle gegen auf einer Linie stehende Lahder boten zwar immer wieder gute Konterchancen, doch die meisten blieben ungenutzt. So hatte Holsen in der 56. Minute Glück, dass Mejri nur an den Pfosten traf und Belal Afzalis Nachschuss in den Armen von André Placke landete. In der 65. Minute dann die Erlösung für den VfL: Nach einem Konter von Siebers scheiterte Vossenkämper zwar am Torwart, doch Carsten Brinkmann staubte ab. Lahde hatte in der 77. Minute noch die Chance zum 2:4. Nach einem Foul von Rafael Wieczorek an Afzali setzte Thomas Sparla den fälligen Elfmeter aber an den Pfosten. »Den hätte ich auch gepfiffen«, sagte Hanke. »Aber wenn er rein gegangen wäre, wäre wohl auch nichts mehr angebrannt.«
VfL Holsen: Placke - Schendzielorz, Lehmann, Steinke, Schröder, Siebers, Vossenkämper, M. Wieczorek (82. Wawilow), Brinkmann (79. T. Kötter), R. Wieczorek, J. Kötter.
TuS Lahde/Quetzen: D. Dransfeld - Bäumer, Grünewald (68. Kummer), Sparla, T. Dransfeld, Stichling, Fedrau (79. da Fonseca), Stichling, Hinkelmann, Afzali, Mejri.
Carsten Brinkmann hat den Ball genau im Blick, genau so verbissen guckt aber auch Lahdes Belal Afzali. Das bessere Ende hatte Brinkmann für sich, er erzielte das 4:1. Foto: Sebastian Picht | Michael Hanke reißt die Arme in die Höhe und freut sich über den Treffer zum 3:0. Foto: Sebastian Picht
19.09.2009
Auf Holsen wartet eine Wundertüte
Text und Foto: tbv / Hans Richter
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA: Bünder SV, RW Kirchlengern und VfL Klosterbauerschaft reisen zu Aufsteigern
Bünde/Kirchlengern (tbv). In der Fußball-Bezirksliga trennt sich so langsam die Spreu vom Weizen. Erstaunlich gut im Rennen liegen dabei bislang alle vier Neulinge, allen voran natürlich der FC RW Kirchlengern als Tabellenführer, der diesmal im Spitzenspiel beim Mitaufsteiger FC Bad Oeynhausen II, der auf Rang drei liegt, antreten muss. Auch der Bünder SV (beim TuS Dielingen) und der VfL Klosterbauerschaft (Beim TSV Schötmar) reisen zu Aufsteigern. Daheim spielt an diesem Sonntag um 15 Uhr allein der VfL Holsen, der den TuS Lahde-Quetzen empfängt.
VfL Holsen – TuS Lahde-Quetzen. Die in der Vorwoche spielfreien Holser warten noch immer auf den ersten Heimsieg der Saison. Trainer Michael Hanke ist entsprechend vorsichtig. "Lahde-Quetzen ist an jedem Spieltag wie eine Wundertüte. Wir werden versuchen, nach vorn zu spielen, dürfen uns aber auch nicht auskontern lassen." Hanke sieht die Begegnung gegen den 13. der Tabelle durchaus als richtungsweisend an. "Das ist schon ein Sechs-Punkte-Spiel. Wenn wir verlieren, stehen wir vor schweren Wochen."
FC Bad Oeynhausen II – FC RW Kirchlengern. "Wir wollen weiter an unserem Punktepolster arbeiten", sagt RWK-Trainer Frank Ihde, der mit seinem Team "ohne Panik" in die Kurstadt reist. "Bad Oeynhausen hat zuletzt viermal hintereinander gewonnen. Vor allem bei Standards ist das Team stark. Aber darauf haben wir uns unter der Woche vorbereitet", sagt Ihde, der bis auf die weiterhin verletzten Jörn Henschen und Marco Neugebauer alle Akteure aufbieten kann.
TuS Dielingen – Bünder SV. Trotz der Niederlage gegen Schötmar sah BSV-Coach Björn Kenter einen "leichten Aufwärtstrend" bei seinem Team. "Den gilt es nun in Dielingen fortzusetzen. Ich weiß zwar noch nicht viel über den Gegner, aber schon allein, weil der TuS in der Tabelle vor uns steht, müssen wir ihn ernst nehmen."
Kenter hofft, dass es seinem Team endlich wieder einmal gelingt, in Führung zu gehen. "Das würde Sicherheit bringen", sagt der BSV-Trainer, der ansonsten vor allem auf die Rückkehr von Tim Perlemann in den Kader setzt. Dagegen sind Philipp Ostsieker, Tobias Lutz und Arthur Reimer weiterhin nicht dabei.
TSV Schötmar – VfL Klosterbauerschaft. "Wir müssen den Offensivdrang des TSV bremsen. Je länger wir das 0:0 halten desto größer werden unsere Chancen", sagt VfL-Trainer Uwe Götze, der von seinem Team vor allem eine bessere Einstellung als beim 0:5 gegen den SV Kutenhausen-Todtenhausen erwartet. Götze: "Vielleicht unterschätzt uns Schötmar ja auch ein wenig." Auf Seiten der Gäste fallen der verletzte Sascha Cosentino und der gesperrte Tayfun Özhan weiter aus.
Fingerzeig
Holsens Trainer Michael Hanke sieht die Partie seines VfL gegen Lahde-Quetzen als richtungsweisend an. Foto: Hans Richter
14.09.2009
Drei Punkte und drei verletzte Spielerinnen
Text und Foto: Jessica Meyer / Westfalenblatt
Frauenfußball-Landesliga: VfL Holsen gelingt 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen den SC Enger
Bünde (BZ). Dritter Sieg im vierten Spiel: Beim 2:0 (0:0)-Erfolg gegen den SC Enger ließen die Fußball-Frauen des VfL Holsen nichts anbrennen. Allerdings musste der Landesligist den »Dreier« teuer bezahlen.
Dreimal musste Holsens Coach Marcel Ta auswechseln, dreimal aus Verletzungsgründen. Karen Wellmann erwischte es schon in der 33. Minute. »Sie hat sich das Knie verdreht. Wir müssen abwarten, was der Arzt sagt«, erklärte Ta. Mit Verdacht auf eine Bänderverletzung musste Sabrina Möller kurze Zeit später raus, ehe in der Schlussphase auch noch Pamela Aldag umknickte (81.).
Zu dem Zeitpunkt führten die Holserinnen bereits mit 2:0. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte wurde das Spiel der Ta-Elf nach dem Seitenwechsel besser. Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Stefanie Grannemann nahm aus 30 Metern Entfernung zum Tor Maß und versenkte den Freistoß zur 1:0-Führung (57.). Die letzten Zweifel an einem Sieg beseitigte Kathrin Jentsch. Die Spielführerin traf nach einem Grannemann-Freistoß in der 78. Minute per Kopf zum 2:0-Endstand. Ein weiteres Tor der Holserinnen wurde nicht anerkannt. In der Schlussminute soll Kathrin Jentsch die Torhüterin behindert haben.
»Ich bin sehr zufrieden, auch wenn es bei uns in der ersten Halbzeit im Spielaufbau hakte«, sagte Ta. Nach dem Seitenwechsel lief es wesentlich besser. »Da haben wir den Ball gut laufen lassen«, erklärte der Holser Coach. Die Gäste aus Enger, die nur mit elf Spielerinnen angereist sind, bauten nach der Pause konditionell ab. »Torchancen hatten sie keine«, freute sich Ta über eine ordentliche Abwehrleistung.
Umringt von Engeraner Gegenspielerinnen: Sina Lang (Zweite von rechts) kommt in dieser Szene einen Schritt zu spät. Hinter der Holser Stürmerin beobachtet Pamela Aldag das Geschehen. Foto: Jessica Meyer
24.08.2009
Vergebener Elfmeter als Knackpunkt
Text und Foto: Sebastian Reuter / NW
Fußball-Bezirksliga: Der VfL Holsen verliert gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt mit 0:1
Bünde. Der Fehlstart des VfL Holsen in die neue Saison der Fußball-Bezirksliga ist endgültig perfekt. Der Vizemeister der vergangenen Spielzeit kassierte gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt eine 0:1 (0:0)-Heimniederlage und hat so nach drei Begegnungen erst einen mageren Zähler auf dem Konto.
"Viele Dinge, die in der letzten Saison noch gepasst haben, funktionieren im Moment nicht. Warum das so ist weiß ich auch nicht", war VfL-Trainer Michael Hanke nach der Partie sichtlich enttäuscht. Dabei war die Niederlage seines Teams durchaus vermeidbar gewesen. Auf dem staubigen Holser Rasenplatz neutralisierten sich beide Teams mit viel Laufarbeit weitestgehend gegenseitig. Zwar wirkten die Gäste in der Anfangsphase der Partie griffiger in den Zweikämpfen, doch mit zunehmender Spieldauer bekam Holsen das Geschehen besser in den Griff und erarbeitete sich zum Ende des ersten Durchgangs hin ein spielerisches Übergewicht. Torchancen blieben aber hüben wie drüben Mangelware.
Nach der Pause hoffte Hanke, durch die Einwechselung von Michael Wieczorek dem Spiel nach vorn mehr Struktur zu verleihen. Der Routinier führte sich auch gleich mit einem schönen Schuss aus 14 Metern ein, der das Ziel nur knapp verfehlte. "Insgesamt haben wir aber die keinesfalls sichere TuS-Abwehr viel zu selten zu Fehlern gezwungen", sagte Hanke. Lediglich in der 58. Minute gelang dies richtig gut. Nach einem langen Ball rannte Petershagens Torhüter Mark Cholewa den von rechts in den Strafraum stürmenden Pascal Siebers über den Haufen, worauf Schiedsrichter Thomas Lauff aus Rahden prompt auf den Elfmeterpunkt zeigte. Jan- Hendrik Vossenkämper trat zur Ausführung an, verlud Cholewa auch mustergültig – den Ball jedoch setzte er an die Latte. "Diese Situation war im Nachhinein sicherlich der Knackpunkt der Partie.
Wenn wir in Führung gehen, können wir auf Konter spielen", sagte Hanke. So allerdings waren die Gäste im psychologischen Vorteil, den sie in der Schlussphase auch nutzten. Zunächst startete Matthias Kruse in der 70. Minute einen schönen Alleingang, seinen Schuss aus zwölf Metern wehrte Holsens Keeper Marco Pilgrim jedoch mit einer schönen Parade zur Ecke ab. Als es schließlich schien, als ob sich beide Seiten mit dem torlosen Remis abfinden würden, schlug Petershagens Stürmer Clement Kwaku-Duah doch noch zu. Mounier Ben Mzougi hatte den TuS-Kapitän von der rechten Seite im Strafraum angespielt, dieser stand zunächst mit dem Rücken zum Tor, drehte sich dann aber blitzschnell um seinen Gegenspieler Marc Schendzielorz herum und überwand Pilgrim mit einem Schuss in die lange linke Ecke. In den Schlussminuten verhinderte Pilgrim zweimal bei Kontern der Gäste einen zweiten Treffer Kwaku-Duahs, während Holsen zwar noch einmal die letzten Kräfte mobilisierte und alles nach vorn warf, für den Ausgleich letztlich aber nicht mehr in Frage kam.
Pechvogel
Jan-Hendrik Vossenkämper (r.) vergab die große Chance zur Holser Führung, als er einen Foulelfmeter an die Latte schoss. Schließlich verlor sein VfL gegen den TuS Petershagen-Ovenstädt mit 0:1. Foto: Sebastian Reuter - NW
04.08.2009
Schmeichelhaftes Remis nach schwacher Leistung
Text und Foto: Jessica Meyer / Westfalenblatt
Fußball-Bezirksliga: Holsen 1:1 gegen Hausberge
Bünde (BZ). Glück für den VfL Holsen: Gegen einen stark aufspielenden SV Hausberge gelang der Mannschaft von Trainer Michael Hanke ein äußerst schmeichelhaftes 1:1 (1:0). »Jetzt hat das schwachsinnige Gerede, dass wir der absolute Titelfavorit in der Fußball-Bezirksliga sind, hoffentlich ein Ende«, sagte Hanke.
In der Tat zeigten die Holser im Auftaktspiel eine alles andere als meisterliche Leistung. Ganz im Gegenteil die Gäste aus Hausberge, die das Spiel über die gesamten 90 Minuten voll im Griff hatten. Das einzige Manko aber war die Chancenverwertung. Hätten die Hausberger allein die 100-prozentigen Möglichkeiten in Tore umgemünzt, hätte es am Ende gut und gerne 4:1 oder 5:1 stehen können.
Auf der anderen Seite blieben die Stürmer Pascal Siebers und Jan-Henrik Vossenkämper insbesondere im ersten Spielabschnitt blass. So fiel der Führungstreffer zum 1:0 wie aus heiterem Himmel. Nach einem langen Pass holte Hausberges Schlussmann Johannes Kuse Siebers von den Beinen. Vossenkämper traf sicher vom Punkt. Zu beflügeln schien der Treffer die Kicker von Michael Hanke nicht, denn erneut übernahmen die Hausberger das Kommando. VfL-Schlussmann Marco Pilgrim war es zu verdanken, dass die Holser nicht den Ausgleichstreffer kassierten. Bis zur Halbzeitpause entschärfte Pilgrim gleich vier hochkarätige Chancen.
Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Die Hausberger blieben am Drücker, die Holser reagierten anstatt zu agieren. In sich hatten es die letzten 20 Minuten, in denen sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Bis auf Jens Reichel blieben jedoch alle Akteure glücklos. Der Kapitän der Hausberger zog aus zweiter Reihe ab und jubelte wenige Sekunden später, als sein abgefälschter Schuss zum 1:1 im Netz landete. »Hausberge war einfach besser. Das 1:1 ist glücklich«, sprach Hanke von einem gewonnen Punkt.
Thomas Wittek (links) vom SV Hausberge kämpft mit seinem Holser Gegenspieler Pascal Siebers um den Ball. Beide Teams trennten sich gestern 1:1 - für Holsen ein schmeichelhaftes Resultat. Foto: Jessica Meyer
04.08.2009
So schnell wie möglich Fuß fassen
Text und Foto: Jessica Meyer / Westfalenblatt
Frauenfußball-Landesliga: Beim VfL Holsen lautet das Ziel nach dem Aufstieg Klassenerhalt
Bünde (BZ). Bei der Formulierung des Saisonziels muss Marcel Ta keine Sekunde lang überlegen. »Ganz klar, der Klassenerhalt«, sagt der Trainer der Fußballfrauen des VfL Holsen nach der Meisterschaft in der Bezirksliga und dem Aufstieg in die Landesliga.
»Die Landesliga ist schon eine andere Hausnummer als die Bezirksliga«, sagt Ta. Der 40-Jährige geht bei den Fußballfrauen in die vierte Saison und blickt auf eine äußerst erfolgreiche Zeit zurück. Nach zwei Jahren in der Kreisliga gelang der Aufstieg in die Bezirksliga. Dort hielten sich die Ta-Schützlinge nur eine Serie lang auf. Als Meister ging es in der vergangenen Saison wieder eine Klasse höher. Kein Wunder also, dass Marcel Ta jetzt zunächst einmal kleine Brötchen backt. »Wir haben eine junge Mannschaft, die noch einige technische Mängel hat und sich zunächst an den Fußball in der Landesliga gewöhnen muss«, erklärt der 40-Jährige. Wichtig sei ein guter Start in die neue Liga. Zu Gast sind die VfL-Frauen am ersten Spieltag (23. August) beim Warendorfer SU. Bis dahin hat Marcel Ta noch jede Menge Arbeit. In den intensiven Trainingseinheiten soll noch im Kraft- und Ausdauerbereich gearbeitet werden, auch der taktische Bereich soll nicht zu kurz kommen. Bis jetzt ist Ta mit der Vorbereitung zufrieden. »Alle Spielerinnen sind absolut ehrgeizig«, sagt der Holser Coach. Beim Blick auf die Kaderliste ist einer der Gründe schnell gefunden. 27 Spielerinnen hat der 40-Jährige zur Verfügung und damit die Qual der Wahl. »Ich bin froh, dass ich dieses Luxusproblem habe. Damit steigt der Konkurrenzkampf«, erklärt Ta. Dass die ein oder andere im Laufe der Saison allerdings durch das Raster fallen wird, ist auch dem Trainer bewusst. Geklärt ist unterdessen die Torhüterfrage. Mit Nadine Hinze hat Ta nur eine echte Schlussfrau im Kader. »Sollte sich Nadine verletzen, können Stefanie Weber oder Kathrin Jentsch zwischen die Pfosten rücken«, sagt Ta. Keine echte Nummer zwei zu haben, sei zwar nicht die optimale Lösung, allerdings habe der Coach Vertrauen in Jentsch oder Weber. »Natürlich hoffe ich aber, dass Nadine Hinze sich nicht verletzt«, sagt Ta.
Während keine Spielerin den Verein verlassen hat, stoßen mit Jana Wellensiek, Maren Eikmeier und Kristina Lauterbach drei absolute Youngster zum Team. Alle drei sind 16 Jahre jung und bestreiten beim VfL ihr erstes Jahr im Frauenbereich. »Ich bin schnell, kann den Ball gut führen und habe gute Tricks auf Lager«, sagt Jana Wellensiek. Sie traue sich den Sprung in die Landesliga zu und ist damit nicht die Einzige. »Sie hat das Zeug dazu«, sagt auch ihr Trainer.
Abgänge: keine.
Zugang: Jana Wellensiek (16 Jahre, Bünder SV), Maren Eikmeier (16 Jahre, eigene Mädchen), Kristina Lautenbach (16 Jahre, eigene Mädchen).
Kader ohne Neuzugänge: Nadine Hinze; Annkristin Kleimann, Karen Wellmann, Nadine Grunewald, Joana Böckmann, Katrin Jentsch, Sabrina Möller, Lisa-Marie Fritsch, Claudia Eickhoff, Stephanie Grannemann, Svenja Netzlaff, Mirja Hattwig, Stefanie Weber. Janina Wobker, Jennifer Damkröger, Christina Ortmann, Pamela Aldag, Birte Niehaus, Neele Marijke de Kuijper, Sina Lang, Michéle Ta, Tina Schulze, Kim Niehaus.
Trainer: Marcel Ta (39 Jahre, seit 2002) Betreuer: Reinhard Grunewald. Saisonziel: Klassenerhalt, als Neuling in der Klasse zu recht finden, Spieltempo annehmen,
Spaß haben. Titelfavoriten: SC Borchen, FC Donop-Voßheide.
Frauenmannschaft des VfL Holsen
Nach nur einem Jahr in der Bezirksliga wollen die Fußballfrauen des VfL Holsen jetzt in der Landesliga angreifen. Für Trainer Marcel Ta (mittlere Reihe rechts) und seine Mannschaft lautet das Ziel Klassenerhalt. Der Kader ist auf jeden Fall groß genug. 27 Spielerinnen stehen auf der Liste des Trainers, der damit die Qual der Wahl hat. Foto: Jessica Meyer
Neue und Alte
Neue und alte Gesichter beim VfL Holsen: Svenja Netzlaff (zurück nach einem Jahr Babypause), Jana Wellensiek, Pamela Aldag (kam in der Winterpause von Union Minden) und Trainer Marcel Ta (von links). Foto: Jessica Meyer
10.07.2009
Die "Dritte" stellt sich vor
Text und Foto: Sebsatian Picht / Westfalenblatt
Fußball-Kreisliga: Holsen III gibt als Saisonziel den Klassenverbleib aus
Der VfL Holsen hat in der kommenden Saison zwei Mannschaften in der Fußball-Kreisliga B. Gegeneinander werden sie aber nicht spielen. Der Verein rechnet damit, dass die Zweitvertretung und die »Dritte« in unterschiedliche Gruppen kommen. So wird die dritte Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Frank Hermann in der B-Liga-Gruppe I an den Start gehen, die oft als leichtere der beiden Staffeln gilt. Zum Trainingsauftakt übernahm Stefan Schnitzler (mittlere Reihe links) das Training, da Hermann noch im Urlaub war. Als Saisonziel hat das Team, das sich kaum verändert hat, als Aufsteiger aus der Kreisliga C den Klassenverbleib angegeben.
Abgänge: keine.
Zugang: Patrick Skupin (FC Muckum).
Kader: Michael Fleischmann, Christian Franz, Sascha Stein, Jan Luderer, Tobias Schön, Viktor Friesen, Raphael Beinke, Daniel Beinke, Dominik Kiel, Dennis Moßwinkel, Markus Hunger, Michael Wielage, Thorben Wiedemann, Daniel Busse, Thorben Hansch, Dennis Theiling, Kai Gerhardt, Patrick Skupin, Daniel Geißner.
Trainer: Frank Hermann (39/löst André Aubry ab). Saisonziel: Klassenverbleib. Titelfavoriten: Schweicheln, Sundern.
3. Mannschaft des VfL Holsen
Foto: Sebastian Picht
06.07.2009
Hanke setzt auf knallharte Disziplin
Text und Foto: Sebsatian Picht / Westfalenblatt
Fußball-Bezirksliga: Für den VfL Holsen liegt die Messlatte als Vorjahres-Vize enorm hoch
Bünde (BZ). Michael Hanke geht in sein achtes Trainerjahr beim VfL Holsen. Langweilig wird den Spielern des Fußball-Bezirksligisten aber nicht werden. Der 48-Jährige kündigt eine knallharte Gangart an: »Ich werde noch größeren Wert auf Disziplin legen. Wer zu spät zum Training kommt, muss mit den Konsequenzen leben.«
24 Akteure gilt es für Hanke bei Laune zu halten. Der Konkurrenzkampf ist enorm. Was für den Trainer paradiesische Umstände sind, wird die Mannschaft zu spüren bekommen. Einen Stammplatz zu erkämpfen, wird nicht so einfach werden. Doch genau das spielt Hanke in die Karten. Nahezu jede Position ist doppelt besetzt, die Mischung im Kader passt. »Wir haben einige routinierte Spieler, aber auch junge Nachwuchskräfte. Ein guter Mix«, sagt Hanke. »Ich habe viele Optionen.« Bei den Neuverpflichtungen legte der Trainer das Hauptaugenmerk auf die Defensive. Mit Tino Thaus (Union Minden) und Sebastian Lehmann (BV 21 Stift Quernheim) kommen zwei Abwehrspieler. Vom Landesliga-Meister VfB Fichte Bielefeld kommt der flexibel einsetzbare Bennet Schröder zu Holsen. Hinzu kommt Moussa Kabore aus Spanien, »auf den man gespannt sein darf«. Und eine ganze Horde junger, hungriger Spieler. Gleich sieben Akteure kommen aus der A-Jugend. Bereits in der vergangenen Saison wurden Tim und Jan Kötter, Jan Westerhold und Dennis Wypasek aus dem Nachwuchs in der ersten Mannschaft eingesetzt. Ob alle den Sprung ins Bezirksliga-Team schaffen, bleibt abzuwarten.
Das System des VfL Holsen ist durchlässig, Hanke baut auf eine gute Zusammenarbeit mit Reserve-Trainer André Placke. Allen 24 Spieler seines Kaders wird Hanke im Laufe der Saison nur schwer regelmäßig Spielpraxis geben können. »Aber in Holsen ist es auch kein Rückschritt, in der zweiten Mannschaft zu spielen.« Und der Weg zurück von der Reserve ist schließlich nicht verbaut. Auch nicht für die »Oldies« Marcel Koch und Michael Gallinat, die etwas kürzer treten möchten. Wenn in der »Ersten« Personalmangel herrscht, kann sich Hanke aber auf sie verlassen.
So hat der Coach nur zwei echte Abgänge zu verzeichnen. Dennis Grützmacher sucht seine Chance in der Landesliga bei Preußen Espelkamp und Selcuk Kaymak geht zurück zum VfL Klosterbauerschaft.
Die Vorraussetzungen im Bünder Westen sind also gut. Nur: Die Messlatte liegt hoch. Auch wenn Michael Hanke als Zielsetzung »nur« eine Platzierung unter den Top fünf ausgegeben hat, weiß der 48-Jährige, dass man »als Vorjahres-Zweiter einen Ruf zu verlieren hat«. Denn die Konkurrenz hat Holsen ganz oben auf der Rechnung. Dass es in der vergangenen Saison nicht mit einer möglichen Aufstiegsrunde geklappt hat, bedauert in Holsen niemand. »Dann wäre die Sommerpause noch kürzer gewesen«, sagt Michael Hanke. Und Holsens sportlicher Leiter, Juan Alvarez, legt dem Trainer keinen Druck auf. »Die Mannschaft muss langsam wachsen.« Deshalb ist die Weiterentwicklung des Teams für Michael Hanke sogar wichtiger als Punkte und Platzierungen. Der Weg in die Landesliga ist in Holsen bewusst ein Weg der kleinen Schritte. In der vergangenen Saison haben Zugänge wie Julian Albrecht oder Jan-Henrik Vossenkämper einen riesigen Schritt gemacht. »Jan-Frederic Steinke ist außerdem der beste Libero der Bezirksliga.«
Hinzu kommen gestandene Kicker wie Torjäger Pascal Siebers, Michael Wieczorek oder Daniel Wörmann. »Gerade Siebers wird eine Leader-Rolle einnehmen müssen«, sagt Hanke. »Unser großer Vorteil ist, dass wir eine eingespieltes Mannschaft sind.« Durch die vielen Eigengewächse würden aber auch für die etablierten Spieler »neue Motivationen geschaffen«. Seines Stammplatzes sollte sich keiner der VfL-Kicker zu sicher sein. »Und dennoch müssen wir uns als eine Einheit sehen, die versuchen wird, guten und attraktiven Fußball zu spielen. Was am Ende dabei heraus kommt, muss man abwarten. Denn die Liga ist verdammt stark und schwer einzuschätzen. Aber es liegt an meinen Spielern selbst.«
VfL Holsen-STECKBRIEF
Abgänge: Michael Gallinat, Marcel Koch (beide Holsen II), Selcuk Kaymak (VfL Klosterbauerschaft), Dennis Grützmacher (FC Preußen Espelkamp).
Zugänge: Sebastian Lehmann (BV 21 Stift Quernheim), Bennet Schröder (VfB Fichte Bielefeld), Tino Thaus (Union Minden), Moussa Kabore (Spanien), Peter Brunstein, Andreas Wawilow, Jan-Wilhelm Klei, Alexander Hellmann, Nico Hagemann, Patrick Sieker, Tim Kammann (alle eigene A-Jugend).
Kader: Marco Pilgrim, Peter Brunstein - Julian Albrecht, Carsten Brinkmann, Simon Kleineweber, Marcel Schulze, Adel Hedfi, Jan-Henrik Vossenkämper, Michael Wieczorek, Rafael Wieczorek, Robin Hanke, Marc Schendzielorz, Jan-Frederic Steinke, Jan Kötter, Pascal Siebers, Daniel Wörmann, Jan Westerhold, Dennis Wypasek, Tim Kötter.
Trainer: Michael Hanke (48/im achten Jahr). Co-Trainer: Henning Siebers.
Meisterschaftsfavoriten: In einer ausgeglichenen Liga FT Dützen, Bünder SV, SC Vlotho, TSV Schötmar, VfL Herford.
Eigenes Saisonziel: Platzierung unter den ersten fünf.
Die Spieler des VfL Holsen zählen zum Favoritenkreis: (hinten von links) sportlicher Leiter Juan Alvarez, Marc Schendzielorz, Michael Wieczorek, Pascal Siebers, Rafael Wieczorek, Marcel Schulze, Betreuer Dirk Ellermann, sportlicher Leiter Marcel Kleimann, (Mitte von links) Co-Trainer Henning Siebers, Tino Thaus, Jan Kötter, Tim Kötter, Jan-Wilhelm Klei, Jan Westerhold, Jan-Frederic Steinke, Trainer Michael Albrecht, (vorne von links) Sebastian Lehmann, Simon Kleineweber, Peter Brunstein, Marco Pilgrim, Julian Albrecht und Jan-Henrik Vossenkämper. Foto: Sebastian Picht
Die Neuzugänge
Co-Trainer Henning Siebers (hinten links) und Coach Michael Hanke (hinten rechts) mit den Zugängen Peter Brunstein (hinten Mitte) sowie (vorne von links) Sebastian Lehmann, Patrick Sieker, Jan-Wilhelm Klei, Andreas Wawilow und Tino Thaus. Foto: Sebastian Picht
06.07.2009
Druck gibt's nur von Placke
Text und Foto: Sebsatian Picht / Westfalenblatt
Fußball-Kreisliga B: Trainer will mit Holsen II aufsteigen
Bünde (sp). Juan Alvarez, sportlicher Leiter des VfL Holsen, macht Reserve-Trainer André Placke das Leben leicht. Doch der Coach des Fußball-B-Ligisten Holsen II legt sich den Druck selbst auf: »Ich will aufsteigen.«
Eine zweite Mannschaft in der Kreisliga A. Das ist das Ziel in Holsen. »Aber der Trainer hat überhaupt keinen Druck«, sagt Alvarez. »Die Mannschaft muss sich formen und langsam wachsen. Natürlich: Mittelfristig wollen wir in die A-Liga. Aber es gibt da überhaupt keinen Druck«, sagt der sportliche Leiter. Bei seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr hat sich André Placke jedoch ein Ziel gesetzt. »Zu Beginn meiner Trainertätigkeit habe ich einen Zwei-Jahres-Plan ausgegeben. In der ersten Saison wollten wir unter die besten fünf. Das haben wir mit der Vizemeisterschaft geschafft. Nun muss eine Steigerung her und die kann in diesem Fall nur Aufstieg heißen.« Junge Spieler wie Jan-Wilhelm Klei aus der A-Jugend hätten bereits in der Rückserie ihre Stärken unter Beweis gestellt. »Klei ist schon zu einem echten Leistungsträger geworden. Wir haben viele junge Leute, die sehr gut Fußball spielen können«, sagt Placke. Der wird nur noch in den Auswärtsspielen zwischen den Pfosten stehen, zu Hause darf Peter Brunstein das Tor hüten. Placke: »Der Star ist bei uns die Mannschaft. Ich habe aber auch kein Problem damit, gute Spieler an die erste Mannschaft abzugeben.« Das sieht auch Juan Alvarez so: »In der Reserve wird die Basisarbeit geleistet. Und das hat Vorrang vor den eigenen Ergebnissen. Deshalb gibt es auch überhaupt keinen Druck.« Der kommt nur vom Trainer selbst.
Abgänge: Robert Duvnjak (Karriereende), Sevimli Secer (Klosterbauerschaft), Matthias Witte (Bünder SV).
Zugänge: Peter Brunstein, Patrick Sieker, Jan-Wilhelm Klei, Andreas Wawilow (alle eigene A-Jugend), Fatih Süme (FC Muckum), Stefan Kosubek (SW Ahle), Michael Gallinat, Marcel Koch (beide Holsen I).
Kader ohne Zugänge: André Placke, Dominic Hanke, Jörg Siekmann, Jan Westerhold, Sven-Fabian Fischer, Michael Gallinat, Markus Vogtländer, Malte Kopp, Dennis Wypasek, Tim Kötter, Timo Frese, Ivan Kalinin, Björn Biermann, Johann Isaak, Yannik Wüllner, Jan Kötter.
Trainer: André Placke (32/im zweiten Jahr).
Saisonziel: Aufstieg.
Titelfavoriten: SW Ahle, SV Spradow und ein Überraschungsteam.
2. Mannschaft des VfL Holsen
Der Kader des VfL Holsen II mit (hinten von links) Björn Biermann, Dominic Hanke, Markus Vogtländer, Marcel Koch, Ivan Kalinin, (Mitte von links) Trainer André Placke, Jan Kötter, Jan Westerhold, Jörg Siekmann, Malte Kopp, Yannik Wüllner, Lothar Vogtländer, (vorne von links) Patrick Sieker, Tim Kötter, Peter Brunstein, Fatik Süme, Berkay Sarialtin, Michael Gallinat und Andreas Wawilow. Foto: Sebastian Picht