Pinball Universe
Autozentrum Holsen
Horstmann Tiefbau
KD-Plan
Red Bowl
Sparkasse Herford
Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH
Volksbank Bad Oeynhausen-Herford
J. Schwarz GmbH
VfL Report
Club 100

VfL Holsen: „Wir waren immer eine Einheit!“

25.02.2019 19:21:02 | VfL Holsen
Michael Schmidt tritt nach acht Jahren als Vorsitzender des VfL Holsen ab. Im Interview spricht er über seine Amtszeit und die Zusammenarbeit mit dem Vorstand.

2011 wurde er mit 34 Jahren als Nachfolger von Frank Müller zum Vorsitzenden des VfL Holsen gewählt. Während seiner Amtszeit stieg die 1. Mannschaft in die Landesliga auf und gewann dreimal den Kreispokal. Heute wird bei der Jahreshauptversammlung ein Nachfolger für Michael Schmidt gewählt. Im Gespräch mit Mitarbeiter Björn Kenter zieht der noch amtierende Vorsitzende Bilanz.


Acht Jahre erfolgreicher Arbeit liegen hinter ihm: Michael Schmidt, Vorsitzender des VfL Holsen, wird dem Verein auch nach seiner Amtszeit treu bleiben. Foto: Björn Kenter

Herr Schmidt, was hat Sie damals bewogen, den Vorsitz beim VfL Holsen zu übernehmen?
MICHAEL SCHMIDT: Es war schon immer mein Traum, den Posten des Vorsitzenden zu übernehmen. Ich habe damals mit 19 oder 20 Jahren, als ich in der 2. Mannschaft spielte, zu zwei älteren Herren, die oft im Sportlerheim waren, gesagt: „Passt auf, ich werde irgendwann Vorsitzender.“ 
Als Frank Müller aufgrund einer Erkrankung dass das Amt nicht mehr ausüben konnte, habe ich gesagt, „Ich mache es“, was für heutige Zeiten eher ungewöhnlich ist. So war ich als Nachfolger von Karl-Heinz Eckert zunächst Geschäftsführer und dann Vorsitzender. 

Haben Sie diese Entscheidung jemals bereut?
SCHMIDT: Ganz klares Nein. Natürlich gibt es immer Höhen und Tiefen, wir hatten aber deutlich mehr Höhen. In der Anfangszeit, als wir mit einem sehr jungen Vorstand am Start waren, hat der eine oder andere versucht, von außen Unruhe hereinzubringen und uns zu testen. Wir waren aber vom Vorstand so gefestigt, dass wir das überstanden haben. Mittlerweile sind wir gute Freunde geworden.

Ein einschneidendes Erlebnis war die Zeit nach der Trennung von Trainer Frank Schwöppe und der Verpflichtung von Sergej Bartel, für die wir zunächst viele Nackenschläge einstecken mussten. Wir hatten eine komplett neue Mannschaft, die die ersten sechs Spiele Niederlagen kassierte. Erst das siebte Spiel haben wir 2:1 gewonnen und die Wende eingeleitet. In der Woche habe ich den Vertrag mit Sergej verlängert und den Vorstand erst danach darüber informiert. Dennoch standen und stehen alle hinter mir. 

Im Sommer verpasste Holsen erst in letzter Sekunde den Aufstieg. Wäre die Westfalenliga für den VfL zu stemmen?
SCHMIDT: Das denke ich schon, auch wenn der Aufwand von den Fahrten her sicher mehr wäre. Ich habe immer gesagt, dass wir ein Dorfverein sind und bleiben werden. Dennoch sind wir auch durch die Erfolge im Kreispokal über den Kreis Herford hinaus bekannt. Bei einem Aufstieg würden wir genauso weitermachen wie bisher. Unser Vorteil ist, dass wir überhaupt keinen Druck haben. Würden wir aufsteigen, dann wäre das halt so. 

Läuft man als Vorsitzender Gefahr, sich zu sehr auf Fußball zu konzentrieren und die anderen Abteilungen aus dem Blick zu verlieren?
SCHMIDT: Der Fußball steht sicher im Mittelpunkt. Wir haben aber mit unserem 3. Vorsitzenden Gottfried Kisser einen Ansprechpartner für den gesamten Breitensportbereich und für die neue Bowling-Abteilung, die auch schon 32 Mitglieder hat. 

Warum hören Sie jetzt auf?
SCHMIDT: Es ist nicht so, dass ich keine Lust mehr habe. Wenn du aber in einem Verein bist, der so groß ist und so professionell geführt wird, ist es schwer, das Level zu halten. Ich habe immer gesagt, dass es, wenn es nicht mehr zu 100 Prozent klappt, sich dann verändern muss. Das heißt aber nicht, dass ich nächste Woche austrete. Ich werde weiter Feste und Sponsorenveranstaltungen organisieren, ziehe mich aber aus der ersten Reihe zurück.

Gibt es eine Entscheidung, die Ihnen besonders schwer gefallen ist?
SCHMIDT: Darüber habe ich nachgedacht, es ist mir aber nichts Gravierendes eingefallen. Ein ganz schlimmes Erlebnis kurz nach meinem Amtsantritt war jedoch der Tod unseres früheren Torhüters Matthias Figlarz. Das war ein prägendes Erlebnis und extrem schwierig. Damals habe ich mir gesagt, dass nichts so schlimm sein kann. Fußball ist ein Hobby, das vergessen viele.

Ich musste in meiner Anfangszeit viele Dinge erst lernen, da ich als Vorsitzender für alle möglichen Sachen erster Ansprechpartner bin. So habe ich einige „Probleme“ auch mit nach Hause genommen und einige schlaflose Nächte gehabt. Allerdings bin ich extrem stolz auf meine Vorstandskollegen, dass wir alles immer gemeinsam hinbekommen und eine Lösung gefunden haben, weil wir im Lauf der Zeit immer mehr zu einer Einheit geworden sind und das auch nach außen repräsentieren. Vieles, was die Organisation betrifft, passiert auch im Hintergrund.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was die Zukunft des VfL Holsen betrifft, welcher wäre das?
SCHMIDT: Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich möchte, dass es genauso in meinem Sinne weitergeht wie bisher, aber mit noch mehr Weitblick. Der Fokus muss auf der Jugend liegen. Ich bin überzeugt, dass es nicht mehr funktioniert, das Portemonnaie aufzumachen und Spieler zu holen. Ab der D-Jugend müssen wir professioneller werden und die Spieler mit ausgebildeten Trainern weiter entwickeln. Dazu gehört, dass auf Sicht auch die A-Jugend mal in der Bezirksliga spielt. Das, was hier steht, soll weiter gehegt und gepflegt werden. Ich möchte, dass die Leute sagen, ich gehe gerne zum VfL Holsen. 

Was war der Höhepunkt der Amtszeit?
SCHMIDT: Es gab viele Höhepunkte. Darunter natürlich das Spiel gegen Arminia Bielefeld zum 100-jährigen Jubiläum. Für die Austragung hat Arminia uns in den höchsten Tönen gelobt. Auch die Feier zum 100-Jährigen war ein Highlight, auch wenn es leider an dem Tag viel zu warm war. Zudem habe ich letztes Jahr in Maaslingen vor mehr als 1.000 Zuschauern fast Westfalenligaluft geschnuppert. Das war eine super Erfahrung, auch wenn Maaslingen verdient aufgestiegen ist. 

Haben Sie jetzt mehr Zeit für Ihren Lieblingsverein, den FC Bayern?
SCHMIDT: Uli Hoeneß ist ja wiedergewählt worden, auf den Posten warte ich also noch. Angerufen hat mich jedenfalls noch niemand (lacht).

Zur Person: Michael Schmidt
Michael Schmidt ist 41 Jahre alt und seit rund 34 Jahren Mitglied beim VfL Holsen. Dort war er nach seiner aktiven Karriere, die er mit 20 Jahren beendete, unter anderem als Marketing-Beauftragter, Geschäftsführer, Betreuer der 2. Mannschaft, Festwart und Trainer der Mini-Kicker tätig. 2011 wurde er zum Nachfolger von Frank Müller als Vorsitzender des Vereins gewählt.
Der Familienvater und Anhänger des FC Bayern München wohnt in Ostkilver und ist beruflich als IT-Professional bei einem großen Nahrungsmittel-Unternehmen in Bielefeld beschäftigt.


Wir bedanken uns bei Michael Schmidt für die überragende Vereinsführung der letzten 8 Jahre und gratulieren Thilo Schwarz zur einstimmigen Wahl zum neuer 1. Vorsitzender!


Lieber Frank, Du hast es Dir verdient! 

Wir beglückwünschen unseren neuen Ehrenvorsitzenden Frank Müller!


Heinz Willi Klei GmbH
art-medial.de | Agentur & Werbetechnik
InFa - Ingenieurbüro fr Fahrzeugwesen
Ytong Bausatzhaus
Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH
Zweiradsport und Liegeradhandel Andreas Scholz
Sporthaus Fistelmann
Getrnkeservice Niemeyer GbR
 
Akzeptieren

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren