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„Langfristig kann es Veränderungen geben“

21.03.2019 19:39:21 | VfL Holsen
Im Interview: Thilo Schwarz ist neuer Vorsitzender des VfL Holsen. Er war früher selbst Fußballer des Klubs, für die Zukunft hat er eine neue Breitensportabteilung konkret im Blick

Ziemlich genau einen Monat ist es her, da wurde beim VfL Holsen ein neuer Vorsitzender gewählt. : Nach acht Jahren gab Michael Schmidt den Posten an Thilo Schwarz weiter. Mit unserem Mitarbeiter Nico Ebmeier sprach Schwarz jetzt über seine neue Herausforderung, Ziele und Veränderungen beim Klub aus dem Bünder Westen, dessen erste Fußballmannschaft in der Landesliga aktuell eine gute Rolle spielt.


Der neue erste Mann beim VfL Holsen: Thilo Schwarz löste vor einem Monat Michael Schmidt im Amt des Vorsitzenden ab.
Foto: Nico Ebmeier


Herr Schwarz, stellen Sie sich bitte einmal kurz vor.
THILO SCHWARZ: Ich bin 44 Jahre alt, seit meinem sechsten Lebensjahr habe ich Fußball gespielt. Zunächst beim SV Ahle, dann in der Jugendspielgemeinschaft Holsen-Ahle und ab meinem zweiten Seniorenjahr hier beim VfL. Beruflich bin ich gelernter Drucker. Mein Vater hat sich vor 40 Jahren selbstständig gemacht und seit über 22 Jahren führe ich das Unternehmen mit meinem Bruder Daniel fort.

Und wie ging es nach Ihrer fußballerischen Karriere in Holsen weiter?
SCHWARZ: Nachdem ich in der zweiten Mannschaft aufgehört hatte, arbeitete ich hier viel ehrenamtlich im Hintergrund mit. Mein Hauptaugenmerk lag dabei immer auf dem Jugendbereich. Dies hat sich dann zuletzt immer weiter intensiviert. Ein Grund dafür war natürlich mein elfjähriger Sohn, der auch hier spielt, seitdem er vier ist.

Wie hat die Präsidentschafts-Übergabe dann stattgefunden? Wann kam Michael Schmidt auf Sie zu?
SCHWARZ: Wir haben ja einen Vorstand, der sich untereinander prima versteht. Das sind wirkliche Freundschaften. Diese Crew kenne ich auch schon sehr lange. Und natürlich war es der Wunsch der Vereinsführung, einen neuen Präsidenten zu finden, der bekannt ist und gut reinpasst in dieses Team. Daraufhin haben mich Michael Schmidt und Marcel Kleimann angesprochen.

Und dann haben Sie direkt zugesagt?
SCHWARZ: Im Gegenteil. Die Entscheidung fiel mir sogar zunächst sehr schwer. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt als Hintergrund-Papa, so ohne eine offizielle Position. Das hat mir immer erlaubt, die speziellen Dinge zu unterstützen, zum Beispiel das zusätzliche Trainingsangebot des NC-Coachings. Das ist es schöner, wenn man da inoffiziell als Vater herangehen kann, du deine vorbesprochenen Ideen vorträgst und dann findet es eben Zustimmung oder Ablehnung. Außerdem bin ich natürlich beruflich auch ein wenig eingespannt, so dass meine Entscheidung durchaus ein paar Momente länger brauchte. Ich finde es nämlich wichtig, dass der 1. Vorsitzende, genauso wie der gesamte Vorstand, am Platz präsent und ansprechbar ist.

Jetzt ging mit Michael Schmidts Ausscheiden eine achtjährige Ära zu Ende. Welche Probleme wird es, vielleicht in der Verständigung mit dem Vorstand, geben?
SCHWARZ: In den ersten Wochen wird man bestimmt gar nichts merken (lacht) Akut sehe ich keinen wirklichen Handlungsbedarf. ,Schmidti’ hat ja auch wirklich gute Arbeit geleistet. Langfristig kann es durchaus Veränderungen geben. Zum Beispiel im Bereich Jugendfußball. Die Frage „Wie ist es möglich, eine intakte Jugendarbeit zu erhalten?“ wird generell sehr kontrovers diskutiert. Ich glaube immer noch, dass ein Dorfverein jedes Kind mitnehmen muss. Aber es hat sich viel verändert. Früher bist du unbedingt zum Fußball gegangen, es war eine Pflicht, beim Spiel oder Training zu erscheinen. Heute trifft das leider nur noch auf die sportlich stärkeren Kinder zu. Dort ist das Engagement einfach größer.

Und wie wollen Sie den Erhalt einer starken Jugendabteilung erreichen?
SCHWARZ: Man sollte den Fokus vielleicht mehr auf das sportlichere Kind legen. Wir haben diesen Spielertyp zuletzt vielleicht etwas wenig bedient. Mittlerweile würde ich sagen, dass eine F1 nicht mehr nur aus den ältesten F-Junioren bestehen sollten, sondern mehr aus dem konkurrenzfähigsten Kinder der gesamten Altersklasse. Spieler, die dann zwar im Alt-Jahrgang sind, aber womöglich F2 spielen, haben viel größere Chancen sich zu entwickeln, da die Mannschaft ihrem Niveau angepasst ist. Das kann sich natürlich auch wöchentlich wieder ändern.

Soll im älteren Jugendbereichen auch bald überkreislich gespielt werden?
SCHWARZ: Ich denke, so etwas kommt dann von selbst. Es gibt in jedem Jahrgang, auch hier in Holsen, immer zwei, drei oder vier herausragende Spieler, die früh ihren Fokus auf größere Vereine legen, weil sie glauben, sie würden dort besser gefördert werden. Und natürlich stimmt das. Denn nur, wenn du mit ähnlich starken Spielern zusammenspielst, wirst du besser. Wenn wir es schaffen, jedes Jahr ein paar dieser Spieler zu halten, werden wir bald bei den A- bis C-Junioren hohes Kreisliga-A-Niveau etablieren können, vielleicht sogar mal den Blick auf die Bezirksliga werfen können.

Wenn Sie sich auf drei Ziele für ihre ersten zwei Jahre festlegen müssten, welche wären das?
SCHWARZ: Also, in den nächsten zwei Jahren würde ich mir eine weiterhin gesunde Jugendabteilung wünschen. Dass jede Altersklasse mindestens einfach bestückt mit ausreichend Spielern ist. Ebenfalls einen gesunden Seniorenbereich, mit weiterhin drei Mannschaften – und vielleicht sogar sportlich mit der ,Ersten’ oder ,Zweiten’ noch ein Treppchen hochhuschen. Und als drittes Ziel würde ich gerne eine oder zwei weitere Abteilungen im Breitensport etablieren.

Welche Sportarten könnten das sein?
SCHWARZ: Ganz konkret denke ich über eine Darts-Abteilung nach. Da sind ein paar VfL-Mitglieder auf uns zugekommen, die diesen Wunsch haben, unter dem Namen „VfL Holsen“ zu spielen. Vor zwei Jahren haben wir ja bereits eine Bowling-Abteilung geöffnet und beim Darts ist der Vorteil noch größer, dass dort wirklich der Siebenjährige gegen den 80-jährigen antreten kann. Auch ein Holser mit Handicap würde, anders als beim Bowling, hier Siegchancen haben.


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